Surfen mit einer Seilwinde

KAPITEL 5 I SURFEN MIT EINER SEILWINDE, WIE GEHT DAS?

Was ist eine seilwinde und wie kannst du mit dieser surfen?

Eine Seilwinde ist eine Vorrichtung, mit der man mit Hilfe eines Seils etwas ziehen kann. Dabei wird das Seil (meist durch Muskelkraft oder einen Motor) gezogen, indem es z. B. auf einer sich drehenden zylindrischen Trommel (Winde) aufgewickelt wird. Dies ist die wohl einfachste und zugleich zutreffendste Beschreibung einer Seilwinde. Meistens eingesetzt bei Autos, Baustellen oder auch bei Rettungshubschraubern, hat die Seilwinde nun auch den Weg zum Surfen gefunden. Jedoch ist nicht jede Winde oder auch ,,Winch’’ genannt, geeignet um zu Surfen. Die Zugkraft, um den Surfer aus dem Wasser zu ziehen, muss perfekt mit dem Tempo abgestimmt sein, so dass der Surfer nicht sofort weggerissen wird, wenn er aus dem Wasser steigt. Folgend stellen wir euch einige Modelle vor, die zum Surfen benutzt werden können.

Surfen

Was für Winches gibt es?

Es gibt viele verschiedene Winches, jedoch eignen sich nicht alle zum Surfen. Warum dies so ist, hat mit vielen verschiedenen Faktoren zu tun und würde einen eigenen Artikel füllen. Deshalb stellen wir euch folgend einige Modelle vor, die schon getestet wurden und perfekt fürs Surfen im Fluss oder auf einem stillen Gewässer funktionieren.

Benzinbetriebene Winch

Eine Benzinbetriebene Seilwinde zum Surfen wiegt durchschnittlich um die 50 kg und erreicht Top Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h. Durch das schon schwere Gewicht der Winch, muss diese nur minimal gesichert werden und kann sehr schnell in Betrieb genommen werden. Durch das es Benzinbetrieben ist, kann ohne Probleme den ganzen Tag gesurft werden, ohne dass die Batterie nachlässt. Minuspunkte sind die Betriebsgeräusche, die bis zu 70 Db laut sein können, sowie die Co2 Emissionen, die ausgestoßen werden.

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Winch von getvints

Einer der wohl bekanntesten Produzenten von Benzinbetriebenen Winches ist die Firma Kawinch aus Deutschland. Neu im Spiel sind auch 2 junge Unternehmer der Firma Getvints, ebenfalls aus Deutschland. Folgend könnt ihr euch selber einen Eindruck davon machen.

www.kawinch.de

www.getvints.de

Elektrische Winch

Eine elektrische Winch zum Surfen wiegt durchschnittlich 20kg und erreicht Top Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Das leichte Gewicht macht diese Winch ideal zum überall mit hinnehmen und kann praktisch überall installiert werden. Durch die elektronischen Motoren entstehen auch viel weniger Betriebsgeräusche als bei einer Winch mit Benzin und können somit auch in Stadtnähe installiert werden. Minuspunkte sind die Limitierung der Surf Zeit durch die Batterien sowie der größere Aufwand zum Sichern der Seilwinde, wobei dieser auch bei so einer Winde sehr gering ist.

Winch von Rewinch

Die wohl beste elektrische Winch kommt aus Portugal und wird von der Firma Rewinch hergestellt. Rewinch besticht durch einzigartige Spezifikationen und einem hervorragenden Kundensupport. Mit nur 15 Kilogramm ist diese Winch ein ,,Must Have‘‘ für mobile Surfer. Erst seit kurzem auf dem Markt aber auch schon fleißig am Promotion machen sind die Jungs von Motowinch aus Kalifornien. Durch ein eingebautes Kontrollsystem am Handle, kann der Surfer selbst entscheiden, wann und wie schnell er Surfen will. Jedoch liegt diese eher im teureren Bereich und mittlerweile hat Rewinch dieselbe Funktion im Angebot.

www.rewinch.com

www.motowinch.com

Selbstgebaute Winch

Natürlich gibt es auch verschiedene selbstgemachte Winches. Dort sind dem Erfindergeist keine Grenzen gesetzt. Von einem umgebauten Hinterrad von einem Auto bis hin zum Motoroller, der das Seil aufrollt, haben wir alles schon gesehen. Besonders diese, recht einfach erstellten Methoden zum Surfen mit einem Seil, begeistern uns, weil es zeigt, dass es nicht viel braucht, um Spaß auf dem Wasser zu haben.

Aufwand zum Aufbauen

Eine Seilwinde aufzubauen, dauert zwischen 5 und 15 Minuten. Tendenziell dauert eine elektrische Seilwinde ein wenig länger zum Installieren, jedoch kann diese durch ihr leichtes Gewicht fast überall installiert werden. Durch Befestigungsschlaufen kann die Winde sowohl an der Brücke, an einem Baum oder durch Heringe, auch im Boden befestigt werden. Eine Benzinbetrieben Seilwinde muss nur an einem halbwegs stabilen Punkt befestigt werden. Durch ihr Eigengewicht wird diese nur minimal in Richtung des Surfers gezogen. Jedoch sind die Einsatzmöglichkeiten eingeschränkt da die 50 kg schwere Winde zuerst auch an den Einsatzort gebracht werden muss.

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WO kann ich SUrfen mit einer Seilwinde?

Stille Gewässer wie ein See eignen sich am besten, um mit einer Seilwinde Surfen zu üben. Man hat genug Zeit, um die Füße optimal zu platzieren und um einfach aufstehen zu können. Auch bei einem Wipeout kann die Winde gestoppt werden und man erreicht das Handle in kürzester Zeit wieder. Im Fluss wirst du zwangsweise weggespült und du musst am Land hinauflaufen. Dies ist aber wiederum beim Paddeln der Vorteil, da der Fluss dich hinuntertreibt und du keinen Aufwand betreiben musst.

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Bei der Auswahl des richtigen Standortes im Fluss, lohnt es sich bereits im Winter den Fluss entlangzugehen, da dieser im Winter nicht sehr tief ist. Du wirst sofort sehen wo es gefährliche Steine und Bäume hat und wo du im Sommer überall aufpassen solltest. Surfen kannst du somit prinzipiell überall, wo der Fluss mindestens hüfthoch und 5-10 Meter breit ist. Am besten paddelst du die zu surfende Strecke ab und streckst ab und zu deine Beine in Richtung Grund. So wirst du spüren, ob der Fluss genug tief ist.

Auf das musst du achten beim Flusssurfen mit einer Seilwinde

Durch die lange Strecke, die mit einer Seilwinde gesurft werden kann, muss man besonders achtsam sein und auf seine Kollegen schauen. Es ist auch ratsam gewisse Handzeichen abzumachen, so das man auf die lange Distanz sofort sieht, falls etwas nicht stimmt. Es bietet sich auch an ein wasserdichtes Headset zu organisieren, so dass man in ständigem Kontakt miteinander steht. Im Fluss muss alles 3-mal so schnell geschehen als in einem stillen Gewässer.

Ein weiterer Punkt, den du beachten solltest, sind andere Flussteilnehmer. Versuche immer einen Standort zu finden an dem du wenig Schwimmer oder Boote hast oder diese schon von weitem siehst. Auch das Seil sollte so nah wie möglich am Ufer gespannt werden und nur dann gesurft werden, wenn keine anderen Flussteilnehmer sich in der Nähe befinden.

Im nächsten Kapitel findest du noch viele weiter nützliche Tipps und Tricks zum Surfen mit einer Seilwinde.

Dein SEPORSURF Team.

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